Generalversammlung 2014

20.06.2015

Aufsichtsrat ist immer mehr gefordert

Die Genossenschaftsmitglieder zahlen ihren Tribut für die Finanzkrise in Form erhöhter Aufwendungen für den Aufsichtsrat. Das sechs Mann starke Kontrolgremium habe noch 2011 lediglich 16-mal tagen müssen. Wegen des immer dichter werdenden Netzes von Regulierungen seien mittlerweile 27 Sitzungen erforderlich, berichtete Frank Hahn in der Generalversammlung am Mittwochabend. Die fast 300 Mitglieder stimmten zu, den Ausgaberahmen für Sitzungsgeld und Versicherungen der Aufsichtsratmitglieder von nun 10.000 auf 20.000 zu erhöhen - im vergangenen Jahr brauchte das Gremium 10.750 Euro. Aufsichtsratmitglied Heinrich Lübbert und der Vorsitzende Friedrich Suhr wurden einstimmig für eine weitere Amtsperiode gewählt. Die Genossenschaftsbanken böten bewährte Stabilität, betonte Vorstand Frank Hahn in seinem Geschäftsbericht. ,,Wir brauchen keine staatliche Unterstützung. Keiner unserer Kunden hat sein Geld verloren." Er wehrte sich deshalb gegen den Vorschlag einen europaweiten Bankenabschlag einzusammeln, so Hahn. ,,Da muss klar das Verursacherprinzip gelten, und es muss auch die Möglichkeit geben, dass große Banken nach einem festgelegten Verfahren abgewickelt werden", sagte er. Die Raiffeisen-Volksbank Neustadt selbst ist ein Vorbild an Stabilität: Trotz abnehmenden Wirtschaftswachstums und bedenklicher Zinsentwicklung, verzeichnet sie mit 92,2 Millionen Euro ein Plus von 3,1 Prozent. Von dem Jahresüberschuss, 353.000 Euro, profitieren die 1844 mit einer stabilen Dividende: 5,6 Prozent bekommen sie auf ihre Anteile ausgezahlt.                                                                                  

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